Comeback: Ein Spanier spricht mit der Erde!

2011 Habla de la Tierra (Rotwein, Extremadura, Spanien)

Es fühlt sich gut an, zurück zu sein! Meine Newsletter-Abonnenten hatte ich bereits darauf vorbereitet, dass es heute weiter geht und somit meine unfassbar lange Pause endlich ein Ende findet. Jetzt gilt es den Blick nach vorne zu richten und meinen Lesern einen Wein zu präsentieren, für den sich die Wartezeit gelohnt hat: Der spanische Habla de la Tierra ist ein Verschnitt aus Tempranillo sowie Cabernet Sauvignon und stammt aus der hierzulande wenig bekannten Region Extremadura, im Südwesten Spaniens, direkt an Portugal gelegen. Und obwohl der Wein ein wahrer Prachtkerl ist, verschafft ihm seine wenig prestigeträchtige Herkunft einen Preis auf Underdog-Niveau. Genau die richtige Kombination für den Weinlakai. Und da ich dem genannten Händler weitere 10% Rabatt „abpressen“ konnte (bitte unten stehenden Code beachten), ist das Preis-/Genussverhältnis unschlagbar.

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HablaDie im Jahr 2000 gegründete Bodegas Habla hat sich dem organischen Weinbau verschrieben und kommt daher völlig ohne Pestizide aus. Zudem werden die Trauben grundsätzlich per Hand geerntet.

Aus dem Habla de la Tierra spricht wortwörtlich die Erde, denn man spürt in seiner Stilistik den für die Region typischen Schieferboden. Er ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass der Wein bei aller Kraft doch klar, frisch und präzise wirkt. Die großen Unterschiede zwischen Tages- und Nachttemperatur tun darauf bezogen ihr Übriges.

Der Wein überzeugt aromatisch bereits direkt nach Öffnen der Flasche. Daher bitte nicht erst in den Dekanter schütten und zwei Stunden warten. Der Trinkspaß kann sofort beginnen. Aber bitte die Trinktemperatur beachten: 10 Minuten im Kühlschrank sollte den gewünschten Effekt haben. Alles zwischen 16-18 Grad Celsius würde ich als perfekt bezeichnen.

Der Wein verströmt einen wunderbaren Duft, der insbesondere durch Kirschen geprägt ist. Doch der Reiz liegt in der Vielschichtigkeit der Aromen. Ein schöner Kräuterduft, aber auch Gewürznoten von Nelken und Anis steigen aus dem Glas. Eine blumige Komponente, die an Veilchen erinnert, sorgt dann wiederum für einen sehr frischen Charakter.

Am Gaumen dann die Fortsetzung von kirschlastigen Aromen und Anklängen von reifen Feigen. Eine gute Säurestruktur bringt eine Frische, die einen guten Kontrapunkt zu den noch deutlich spürbaren Tanninen setzt und diese dadurch nicht „eckig“ wirken lässt.

Der Wein wurde übrigens in Edelstahltanks vinifiziert, kam dann vier Monate ins französische Eichenfass und wurde anschließend sechs Monate in der Flasche auf die Marktreife vorbereitet.

Eine perfekte Vorgehensweise für den Habla de la Tierra, wie ich finde. Denn insbesondere die vergleichsweise kurze Zeit im Eichenfass gibt ihm eine satte Struktur mit gutem „Rumms“, ohne dem Wein seiner Feinheit zu berauben.

Da man sich gerne mit dem Wein auseinandersetzt, ist er wunderbar „solo“ zu trinken, doch schreit er förmlich nach einem guten Stück Fleisch oder – falls der Grill schon in den Schuppen verbannt wurde – zumindest nach einem guten Stück Käse. Vielleicht passenderweise einem Manchego.

Was soll ich sagen? Der Händler hat nur noch etwas über 700 Flaschen, so dass nur ein entschlossenes Zugreifen belohnt wird.

Und zu guter Letzt: Die nächste Empfehlung wird nicht wieder sechs Monate auf sich warten lassen. Versprochen! In 3-4 Wochen wird es weitergehen.

2011 Habla de la Tierra (Rotwein, Extremadura, Spanien)

Auge: Strahlendes Violett.

 

Nase: Kirschen, Anis, Nelke, Kräuter- und weitere Gewürznoten in der Nase. Begleitet von einem frischen Blumenduft, der vor allem an Veilchen erinnert.

 

Gaumen: Der Eindruck von Kirschen und roten Früchten setzt sich fort. Wunderbar präzise und klar am Gaumen mit schöner Frische und einer gut eingebundenen, aber spürbaren Tanninstruktur. Im Abgang mit langem Nachhall.

 

Sonstiges: Besteht aus 50% Tempranillo und 50% Cabernet Sauvignon. 14 % Alkohol. Bis mindestens 2020 zu lagern. 

 

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Stand: 19.09.2014

 

 

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